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Hope †

Geschlecht:

weiblich 

Rasse:

EKH 

Land/Ort:

Spanien/Cadiz

* Dezember 2010
† Dezember 2018

Hope wurde von Bernd & Cordula R. gerettet.

Liebe Hope,

zu gekommen bist Du am 15.12.2017. Du warst sehr ängstlich und scheu. Wir wissen nicht, warum das so war. Dennoch: Wir wollten Dir alle Zeit der Welt lassen, Dich bei uns einzuleben und Dir die Chance geben, Vertrauen zu uns zu fassen.

Aber im Januar 2018 haben wir bemerkt, dass es Dir nicht gut geht. Du hattest Durchfall und eine Erkältung. Wir sind mit Dir in die Tierklinik gefahren; danach hat unsere TÄ die Behandlung übernommen. Ein Besuch in der Tierklinik oder beim Tierarzt bedeutete für Dich Stress pur. Für Dich war es sehr belastend, gefangen und in einen Transportkorb gesetzt zu werden - und danach auch noch mit dem Auto unterwegs zu sein. Gern hätten wir Dir dies erspart. Aber von Januar 2018 an warst Du immer wieder krank. Eine Antibiotika-Behandlung löste die nächste ab. Warst Du nicht erkältet, gab es Probleme mit den Zähnen. Als es Dir etwas besser ging, haben wir die Zähne behandeln lassen. All das haben wir getan in der Hoffnung, dass Du Dich erholst und dass es Dir irgend wann einmal besser gehen wird. Es gab sogar Zeiten, da mussten wir täglich mit Dir zum Tierarzt. Das war weder für Dich noch für uns einfach.

Und trotz all dieser Probleme hast Du nach Monaten angefangen, Vertrauen zu schöpfen. Du hast Dich mit Lilly angefreundet und auch mit Pandolfo, der nach Dir bei uns eingezogen ist. Pandolfo hast Du sehr geliebt und mit ihm so manche Kuschel-Stunde verbracht. Aber auch zu uns Menschen wurdest Du etwas vertrauter. Das ständige Inhalieren hast Du irgend wann akzeptiert. Bist sogar allein in die Box gelaufen, wenn es Zeit war, zu inhalieren. Wir waren so stolz auf Dich!!!!! Nach dem Inhalieren bist Du sehr gern noch ein Weilchen in der warmen Transportbox sitzen geblieben und das, obwohl die längst hättest gehen können, weil die Türe schon offen war. Scheinbar hat Dir die Wärme vom Inhalieren gut getan. Manchmal haben wir - wenn wir abends im Bett lagen - gespürt, wie kleine weiße Hope-Söckchen über unsere Bettdecke liefen. Ganz oft hast Du Dich - natürlich klammheimlich - zu uns ins Bett gelegt. Schlafen wolltest Du scheinbar nie allein. :-)

Mit der Oma hast Du Dich auch ganz oft "unterhalten". Diese Gespräche fanden täglich in Oma's Küche statt. Die Oma war total stolz darauf, dass Du scheue kleine Maus Vertrauen zu ihr gefasst hast. Und mich hast du morgens immer ausgeschimpft, wenn der Futternapf nicht pünktlich zur Stelle war (was am Wochenende durchaus vorkam). Dann schaute Deine kleine weiße Nase um die Ecke der Küchentüre - und dann hast Du ordentlich geschimpft. Die Botschaft war klar: Beeile Dich - ich habe Hunger!

Liebe kleine Hope - für uns hätte es immer so weiter gehen können. Wir waren uns sehr sicher, dass Du auf einem guten Weg warst, Vertrauen zu uns aufzubauen und wieder gesund zu werden. Durch das Inhalieren ging es Dir zunehmend besser - Deine Erkältung ging endlich zurück. Am 28.12.2018 war ich mit Dir bei der TÄ - dort habe ich noch ein neues Medikament für Dich bestellt. Es sollte dafür sorgen, dass Du wieder an Kraft gewinnst.

Alle Zeichen standen für uns auf: POSITIV - es wird besser.

Am 29.12.2018 wurde unsere Hoffnung zerstört. Du konntest nicht mehr richtig laufen, bist getaumelt - konntest das Laufen nicht mehr koordinieren. Du hast sogar beim Laufen geweint.

Wir konnten uns das überhaupt nicht erklären. Wir waren ratlos.

Die Situation verschlimmerte sich und später am Tag mussten wir Dich zur TÄ in den Notdienst bringen. Die TÄ meinte, dass sich vermutlich irgendwo ein Blutgerinnsel gelöst hat. Dein Herzchen raste. Du warst schon gar nicht mehr so richtig bei Dir. Unsere TÄ hat Dir keine Chance prognostiziert. Sie meinte, Du würdest - wenn wir Dich nicht gehen lassen - unter Schmerzen sterben.

Das wollten wir Dir nicht antun und haben - schweren Herzens - unsere Zustimmung gegeben.

Wir sind sehr traurig. Traurig, dass wir nicht mehr Zeit mit Dir hatten und traurig, dass wir keine Chance hatten, Dir Deine Ängste zu nehmen. Wir vermissen Dich immer und überall. Morgens fehlt uns das kleine weiße Näschen beim Füttern und abends wünschten wir, Du würdest noch einmal - ganz vorsichtig natürlich - über unsere Bettdecke huschen. Der Omi fehlst Du als Gesprächspartnerin beim Kochen und Lilly und Pandolfo sind auch traurig. Pandolfo hat Dich tagelang gesucht. Obwohl er sich von Dir verabschieden durfte, hat er nicht verstanden, dass Du nun nicht mehr wieder kommen würdest.

Liebe kleine Hope, wir wünschen Dir, dass es Dir da, wo Du jetzt bist, gut geht. Dass Du keine Schmerzen hast und vor allem: Dass Du nie wieder Angst haben musst.

Wir haben Dich sehr lieb und vermissen Dich mit jeder Faser unserer Herzen! Wir hoffen, dass Du nun bei unseren anderen Sternen-Katzen gut aufgehoben bist und versprechen Dir: Wir werden Dich niemals vergessen!"




Hope´s Vermittlungstext:
Die hier vorgestellte Katze befindet sich momentan noch in der Tötungsstation in Jerez de la Frontera, in Südspanien. Die Tötungsstation ist mal wieder sehr voll. Täglich kommen neue Katzen dazu, viele sind krank.

Josefina tut was sie kann und holt pro Woche mindestens 10 Katzen raus. Die Katzen sind aber in der Regel so schwach und kränklich, dass sie erstmal stationär beim Tierarzt aufgenommen werden müssen.

Die hier vorgestellte Mieze ist aktuell noch sehr ängstlich. Sie wird auf jeden Fall noch Zeit und Geduld brauchen.

Update 08.03.2013
Hope lebt inzwischen auf der Finca. Sie ist sehr lieb und sozial mit Artgenossen.

Auch ihrem Menschen gegenüber macht sie immer mehr Fortschritte. Sie versteckt sich nicht mehr und kommt nah ran, lässt sich aber noch nicht anfassen.

Die Tierschützer haben einfach nicht die Zeit, die Hope dringend bräuchte um den Knoten platzen zu lassen. In einem neuen Zuhause mit ein wenig Zeit und Geduld wird sie ihre Skepsis schnell abgelegt haben.

Update 19.09.2017
Hope hatte bereits ein Zuhause hier in Deutschland gefunden. Leider konnte sie nicht mehr länger dort bleiben und befindet sich wieder in unserer Obhut. Im Moment ist sie noch in Quarantäne im Katzenhaus, wird aber bald nachgetestet und kann dann zu den anderen Katzen in die Gruppe umziehen.