









































































Njuscha †
weiblich
Rasse:EKH
Land/Ort:Spanien/Cadiz
* Juli 2013
† September 2026
Njuscha wurde von Anja S. gerettet.
Unser geliebtes Katzenmädchen, unsere Schatzekatze, unser Nuschelpuschel, am 11.9.2026 mussten wir den letzten und schwersten Weg miteinander gehen. Wir sind tief traurig und noch immer erschüttert, aber dennoch froh, dass du deinen kranken und altgewordenen Körper verlassen hast und nun jenseits der Regenbogenbrücke wieder unbeschwert und frei umherstreifen kannst. In den letzten Jahren mussten wir so manche gesundheitliche Hürde nehmen, aber das hast du mit Bravour gemeistert und uns immer gezeigt, dass du leben möchtest und nicht aufgibst. „Wir schaffen das“ war unser Motto. Aber nun hat sich dein Zustand so rapide und massiv verschlechtert, dass am Ende das Essen und Trinken eingestellt wurde und du auch keine Kontrolle mehr über deine Körperfunktionen hattest. Nein, du konntest und wolltest nicht mehr, das mussten wir akzeptieren und dir bis zum Ende mit ganzem Herzen und aller Kraft beistehen. So bleiben wir zurück und vermissen dich jede Sekunde schmerzlich. Wo ist die Zeit geblieben? Als wir dich an einem kalten, schneereichen Samstag Anfang März 2018 nach einem langen Transport im Katzenhaus abgeholt haben, konntest du es kaum erwarten aus deiner Box zu klettern und alles und jeden in Beschlag zu nehmen. Es war Nichts mit langsam ankommen, nein, du musstest sofort das ganze Haus und uns kennenlernen und auf bzw. in Alles und Jeden klettern. Sofort hast du uns gezeigt, hier bin ich, hier bleibe ich und ihr seid meine Menschen. Umhern(j)uscheln haben wir immer gesagt. Schmusen/ schmusen/ schmusen, immer dabei sein und nie lange und weit weggehen, darauf war Verlass. Ohne uns Menschen ging gar nicht, auf Artgenossen konntest du eher verzichten, obwohl du nie mit deiner Schwester gezankt hast, ihr habt euch einfach akzeptiert. Pünktliche Essenszeiten und Aufstehen zur selben Zeit, ob Urlaub oder Feiertage etc., da gab es keine Diskussion und da wurde schon mal randaliert. Auf dem Kopfkissen schlafen, unter Beinbrücken auf dem Sofa liegen, den Schreibtisch in Beschlag nehmen, ja das war doch wohl selbstverständlich. Vieles musstest du dennoch lernen, ja man hat gemerkt, dass du aus der Tötungsstation kamst und lange auf ein zu Hause warten musstest. Aber mit vereinten Kräften haben wir alles geschafft und wir möchten auf keine Minute, die wir zusammen hatten verzichten, wir waren ein „Dreamteam“. Wir sind aneinander und miteinander gewachsen und zusammen älter geworden. Deine Schwester ist dir in hohem Alter schon vorangegangen, schau mal, vielleicht wartet sie schon auf dich. Auch wir werden uns irgendwann, irgendwo und irgendwie wiedersehen, da sind wir uns sicher. Bis dahin behalten wir dich in unseren Gedanken und in unserem Herzen, mach´s gut Njuscha und run free, deine Menschen.
Nicht alle Engel haben Flügel, manche haben Schnurrhaare!
(Verfasser unbekannt)
***
Njuscha versteht die Welt nicht mehr. Sie hatte mal eine Familie, die sie wohl auch gut behandelt hat. Und trotzdem hat diese Familie Njuscha in der Perrera, der spanischen Tötungsstation abgegeben. Warum, werden wir wohl nie erfahren. Immerhin hatte Njuscha schließlich Glück in Unglück und konnte von Josefina, gemeinsam mit Kater Mico Leon, aus der Perrera herausgeholt werden. Beide sind jetzt auf der Finca zusammen in einem Käfig in der Quarantänestation untergebracht. In der Perrera hatte man Josefina nämlich gesagt, Njuscha und Mico Leon seien von ihrer Familie gemeinsam abgegeben worden. Allerdings haben die Tierschützer inzwischen Zweifel an dieser Version. Denn die Beiden verstehen sich gar nicht gut. Wir werden über die weitere Entwicklung berichten. Njuscha jedenfalls ist eine ganz liebe und sehr hübsche Maus, die sehr gern schmust.
Update 26.09.2015
Njuscha ist inzwischen raus aus dem Käfig. Sie lebt in dem neuen Gehege der Finca, das für die Neuankömmlinge errichtet wurde. Sie hat sich dort gut integriert, ist allerdings eine duchaus kapriziöse junge Dame, die weiß, was sie will, vor allem aber was sie nicht will. Die Menschen will sie am liebsten für sich allein und nicht mit ihren Kumpels teilen. Und zu viel Nähe anderer Katzen mag sie nicht, auch wenn sie im Prinzip mit ihnen klarkommt. Ein Zuhause mit nicht allzu vielen anderen Katzen wäre also sicher ideal für sie, damit sie die Aufmerksamkeit bekommt, nach der sie sich sich offensichtlich so sehr sehnt. Njuscha hat im Moment eine kleine Verletzung am Hals. Woher sie stammt, wissen wir nicht. Es ist eher wie eine Schürfwunde, aber es ist auch schon fast alles wieder zugeheilt.
Update 08.04.2016
Njuscha ist kaum noch wiederzuerkennen. Der dünne Hering, der da vor nunmehr einem dreiviertel Jahr auf die Finca kam, ist passé. Die hübsche Maus hat zugenommen, ist erwachsener geworden. Was geblieben ist, ist ihr Charakter. Wenn "Besuch" da ist in ihrer Gruppe, möchte sie den am liebsten für sich alleine haben, was bei so vielen Katzen natürlich nicht geht. Aber Njuscha ist selbstbewusst genug, darüber nicht in Trauer zu verfallen. Sie sagt sich wohl: ich bin so schön, irgendwann wird sich schon jemand im mich verlieben.... Übrigens, auch über einen Paten oder eine Patin würde sich Njuscha sicher sehr freuen!
Update 29.05.2017
Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Njuscha hat eine Patin bekommen. Christiane B. sorgt jetzt für den Unterhalt der Maus. Und dafür bedanken sich die Tierschützer aus Cádiz ganz herzlich bei ihr. Bald zwei Jahre ist Njuscha jetzt auf der Finca. Mico Leon, der zusammen mit ihr aus der Perrera kam, ist inzwischen in sein neues Zuhause umgezogen. Njuscha wartet noch, keiner hat bisher nach ihr gefragt. Die Süße ist unterdessen deutlich ruhiger geworden. Ob es das Alter ist oder ob sie sich nur notgedrungen in den Mangel an Streicheleinheiten gefügt hat, vermögen wir nicht zu sagen. Tatsache ist: sie drängelt sich nicht mehr vor, wenn die Tierschützer kommen, ist aber immer noch unendlich dankbar dafür, wenn sie sich ein bisschen Zeit für sie nehmen.. Auch mit den anderen Katzen ihrer Gruppe kommt sie deutlich besser klar. Dürfte also einer Vermittlung eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Nur an der schwarzen Fellfarbe kann es ja wohl nicht gelegen haben, dass die hübsche Njuscha immer noch nicht das ersehnte neue Zuhause gefunden hat...
Update 24.01.2018
Njuscha geht es gut. Sie ist gesundheitlich fit. Während viele andere Katzen der Finca in diesem Winter erkältet waren - wie viele Menschen in Andalusien auch - blieb Njuscha davon verschont. Das Wetter schlägt im Winter manchmal Kapriolen im Süden Spaniens: einen Tag ist es warm, man kann ärmellos in der Sonne sitzen, am nächsten Tag ist es neblig, sehr feucht und - für andalusische Verhältnisse - kalt. Da muss man schon ein gutes Immunsystem haben, um sich nicht zu erkälten. Charakterlich hat sich Njuscha in dem letzten halben Jahr nicht mehr verändert. Sie ist deutlich ruhiger als zu Beginn, sie kommt deutlich besser mit den anderen Katzen klar. Sie liebt weiter ihre Menschen über alles. Schmusen, das ist immer noch für sie das Größte für sie.
Tierhilfe Miezekatze e. V.