Warum eine Katze aus dem Ausland?

Das ist wohl eine der häufigsten Fragen, die wir gestellt bekommen. Auch kommen immer wieder Fragen, ob hier nicht genügend Katzen in den Tierheimen sind.

Natürlich ist es so, dass auch hier viele Katzen ein neues Zuhause suchen. Aber die Zustände im Ausland sind mit den hiesigen nicht zu vergleichen. In den südeuropäischen Ländern müssen viele Katzen jeden Tag hart um ihr Überleben kämpfen. Wenn sie in einem Refugio — sprich einem Tierheim — sind, haben sie zwar die Chance vermittelt zu werden, doch ist damit noch nicht garantiert, dass sie ausreichend zu fressen haben. Vor Ort gibt es viele Tötungsstationen. Dort kann jeder seine Katze ohne Angaben von Gründen abgeben. Es muss noch nicht mal eine Adresse hinterlegt werden. Oft ist es so, dass die Kitten schnell vermittelt werden. Umso öfter ist es allerdings, dass sie nach 2-3 Jahren wieder zurück gebracht oder einfach ausgesetzt werden.

Es wird dort mit Tieren komplett anders umgegangen, als wir es von hier gewöhnt sind. Oft sind Katzen dort keine Familienmitglieder, sondern eine Sache. Wenn man die "Sache" dann nicht mehr möchte, wird sie abgegeben oder weggeworfen. Oft werden die Tiere auch abgegeben, wenn sie krank oder alt geworden sind.

Leider kommt es auch immer häufiger vor, dass die "Sache" einfach mal in einem Sack vom Balkon geworfen wird oder in der Mülltonne landet…

Wenn eine Katze hier eine neue Familie findet, ist dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, meinen Sie? Aber dieser Tropfen bedeutet für eine Katze das Leben. Und viele Tropfen füllen das Fass!

Regelmäßig führen unsere Helfer vor Ort Kastrationskampagnen durch, so dass die Katzenpopulation gemindert werden kann. Außerdem wird die Bevölkerung vor Ort informiert und aufgeklärt. Leider kann eine Änderung der Situation nicht von heute auf morgen erfolgen, aber die Tierschützer arbeiten Schritt für Schritt an dem Einsehen der Menschen.

Wenn Sie helfen möchten, dann ist eine Kastrationspatenschaft ein guter Anfang!